Heiliger Geist

I. Die grundlegenden Wirkungen des Heiligen Geistes auf das Leben des Menschen

Das gesamte, nachstehende Dokument (incl. der Fusssnoten) im Umfang von zehn Seiten steht hier als pdf zum Download bereit.
    

1. Wiedergeburt und Geistestaufe

 

2. Bekehrung

 

3. Die Wiedergeburt ist ein zentrales Anliegen des Neuen Testaments

                - Gerechtigkeit üben:  1.Joh. 2,29
                - der Sünde absagen: 3,9
                - Bruderliebe: 4,7
                - Glaube an den Christus: 5,1
                - Treue zu Gott: 5,18

 

4. Wiedergeburt und Geistempfang

 

5. Die Geistestaufe

 

6. Wassertaufe und Geistestaufe - zwei grundlegende, aber zu unterscheidene Ereignisse


Erarbeitet vom Theologischen Ausschuss (TA) im Jahre 2006.
Als Grundsatzpapier im BFP-Vorstand beschlossen am 07.11.2006

 

 

II. Wie werde ich mit dem Heiligen Geist erfüllt?

Obwohl der Heilige Geist eine Person ist, ist es möglich, mehr oder weniger Anteil an ihm zu haben. Das gilt ja für Gott überhaupt. Wir wissen, dass er allgegenwärtig ist und doch ist die Verheißung Christi, dort anwesend zu sein, wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind (Matth.18,20), noch mal eine ganz andere Dimension seiner göttlichen Gegenwart. So ist es auch mit dem Heiligen Geist. Wir sprechen nicht von "haben oder nicht haben", sondern von dem Raum, den er in unserem Leben einnehmen darf.

 

Wiedergeburt: die Erneuerung durch den Heiligen Geist (Titus 3,5)

Wenn sich ein Mensch zu Jesus Christus bekehrt, wird er laut Jesus "von neuem geboren"(Joh. 3,3). Dies ist das Werk des Heiligen Geistes (Joh. 3,6), der von diesem Moment an in den Gläubigen wohnt. Es ist also unmöglich, Christ zu sein, ohne den Heiligen Geist zu "haben". Paulus lehrt uns: "...wer aber den Geist des Christus nicht hat, der ist nicht sein!"
(Röm. 8,9 / 2 Kor 1,21-22)

 

Geistestaufe: Erfüllung mit Kraft zum Dienst (Apg. 1,8)

Jesu Anweisung an seine Jünger war, in Jerusalem zu warten, bis sie erfüllt worden wären mit dem Geist, um in dieser Kraft seinen Auftrag zu erfüllen (Apg. 1, 4.8). Den Aposteln zu diesem Zeitpunkt noch die Wiedergeburt absprechen zu wollen, ist sicher nicht seriös. Nein, sie waren gläubige Christen, die nun in diese zweite Erfahrung der Geisteswirkung hineinkommen sollten. Auch in Apostelgeschichte 8 und 19  sehen wir, wie Jünger Jesu diese wichtige Kraftausrüstung erlebten.

Natürlich ist es auch ebenso gut möglich, Wiedergeburt und Geistestaufe fast zeitgleich zu erleben, wie es z.B. im Hause des Kornelius geschah (Apg. 10,44-48). Dennoch bleiben es zwei theologische Dimensionen.

Immer wieder sehen wir in der Schrift (vgl. Apg. 2;10;19), dass sich dabei auch übernatürliche Phänomene einstellten, wie z.B. Weissagung oder das Reden in neuen, den Rednern selbst unbekannten Sprachen.

In seiner Pfingstpredigt erklärt Petrus (Apg. 2,14-36) dass diese Erfüllung mit dem Geist schon vom Propheten Joel vorhergesagt war (Joel 3,1) und Geisteswirkungen wie Gesichte, Träume und Weissagung dazugehören.

Der Heilige Geist möchte auch heute in der Gemeinde durch seine Gnadengaben (1. Kor. 12-14) zur gegenseitigen Erbauung wirken.

Es gilt wahrzunehmen: Sowohl Geistestaufe als auch Sprachengebet sind Lehre unseres Herrn Jesus Christus (Mark. 16,17 / Apg. 1,4; 11,15-17).

Deshalb bieten die meisten pfingstlichen Gemeinden, regelmäßig Gottesdienste (oder Freizeiten) an, bei denen um die Taufe im Geist gebetet wird, zumeist unter Handauflegung der Ältesten so wie im Neuen Testament (vgl. Apg. 8,14-17 / Apg. 19,6)

 

Neuerfüllung: Dranbleiben ist angesagt

Hinter Wiedergeburt und Geistestaufe folgt kein Punkt, sondern ein Doppelpunkt. Nun gilt es in der Kraft des Geistes zu leben und mit ihm zu rechnen.

Der Geist soll nicht gedämpft (1. Thess 5,19) oder betrübt (Eph. 4,30) werden, sondern wir sollen immer wieder mit ihm erfüllt werden (Eph. 5,18), wie auch die Jünger nach Pfingsten (Apg. 4,31) und "brennend im Geist" bleiben (Röm. 12,11).

Zu beobachten ist, dass manche Pfingstgemeinde leider schon lange kaum noch etwas von dieser großen Kraft widerspiegelt, während andere Gemeinschaften mit ganz unterschiedlichen "Firmenschildern" dynamische Erfahrungen mit dem Heiligen Geist machen. Der Geist weht eben, wo er will (Joh. 3,8 / 1. Kor. 12,11), und vor allem, wo er willkommen ist (1. Kor. 14,1).

Ich glaube, Jesus freut sich riesig, wenn sich alle seine Jünger, egal welcher Prägung,  von Herzen nach der Kraft des Geistes ausstrecken, um effektiv in seinem Dienst stehen zu können. Dass wir dabei theologische Vokabeln noch unterschiedlich handhaben, wird ihn nicht abhalten, sein Volk in die Einheit des Geistes zu führen (Eph. 4,3).

 

Pastor Uwe Schäfer, Troisdorf