Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden
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Der BFP - Eine Freikirche

Konfessionen, Kirchen und Gemeinden

Es besteht vielerorts eine Verunsicherung über die Vielzahl unterschiedlicher Konfessionen und Kirchen. Man kennt sich nicht aus, wird in seinem Glauben und seiner Frömmigkeit hinterfragt und greift dann schnell als Abwehrreaktion zum Begriff "Sekte".

Christliche Gemeinden sind seit dem ersten Pfingstfest in Jerusalem durch Evangelisation und Mission entstanden. In den unterschiedlichsten Situationen und Kulturen wurden ihnen die verschiedenen Namen gegeben.

Diese Entwicklung setzt sich bis in unsere Tage fort als Erfüllung des Missionsauftrags Jesu (Matthäus 28, 19-20). Während in den ersten 1500 Jahren die Entwicklung der Kirchen in Europa stark unter dem Einfluss der staatlichen Autorität stand, sind besonders seit der Reformation (A.D. 1517) neben den Gemeinden der alten Kirchen auch viele neue Gemeinden entstanden.

Durch Erweckungen und Erneuerungsbewegungen hat Gott unter den Menschen gewirkt. So entstanden neue Gemeinden. Sie bestehen als Gemeinschaften neben den Kirchen oder als Freikirchen im Unterschied zu den Landeskirchen.

Da sie oft zahlenmäßig eher klein waren und von vielen Menschen nicht zugeordnet werden konnten, wurden diese Gemeinden und Kirchen auch als Sekten bezeichnet.

 

Sekten

Eine allgemein anerkannte Definition für eine Sekte gibt es nicht. Der Begriff kann "Abspaltung" heißen, er kann "nachfolgen", "anhangen" bedeuten oder "Richtung", "Partei". Die jüdischen Religionsparteien der Sadduzäer (Apostelgeschichte 5, 17) und der Pharisäer (Apostelgeschichte 15, 5 + 26, 5) werden so bezeichnet. Schon bald nimmt der Begriff Sekte eine negative Färbung an, und wird mit Parteiungen, Häresie (Irrlehre) in Verbindung gesetzt (1. Korinther 11, 19).

Die unkritische, pauschale Benutzung dieses Begriffes führt in unserer Gesellschaft immer wieder zur Stigmatisierung und Ausgrenzung von Gruppen und Gemeinden, die christliche Werte und Lebensformen leben und in die Gesellschaft einbringen.

Es gibt im Rahmen der kirchlichen Vielfalt Unterschiede, mit denen man miteinander leben kann und muss. Ein Verlassen der grundsätzlichen christlichen Glaubensinhalte über Gott, das Heil, die christliche Gemeinde und die Zukunft, wie es im apostolischen Glaubensbekenntnis formuliert ist, bezeichnet Merkmale einer Sekte. (2. Johannes 7+9, Judas 4 +10 +19).

Hinzu kommt die Art des Umgangs miteinander in der Gemeinde. Die Würde des Menschen als Gottes Geschöpf und Abbild gilt dabei als Leitlinie. Unfreiheit und Zwang oder Unterwerfung unter Leitfiguren und Isolierung sind Merkmale einer Sekte. So etwas steht im Gegensatz zur Erlösung Jesu Christi (Galater 5, 13). Menschliche Herrschaft im religiösen Gewand mit Sonderlehren und Abhängigkeitsstrukturen sind typisch für Sekten.

 

Der Sektenbegriff ist im Verständnis der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland anzuwenden, wenn sie:

  • die Heilige Schrift des Alten und des Neuen Testaments als wesentlich ergänzungsbedürftig ansehen und deshalb den biblischen Büchern weitere gleichwertige Offenbarungsquellen und daraus sich ergebende Sonderlehren an die Seite stellen, oder aber Teile der Bibel dadurch in den Hintergrund treten lassen, dass ganz bestimmte (Rand-) Aussagen der Hl. Schrift zum Schlüssel des Verständnisses der gesamten Bibel erklärt werden, 
  • verkünden, das ewige Heil werde nicht allein im Glauben an Jesus Christus empfangen, und darum anderen Heilswegen oder Heilsvermittlern anstelle oder neben Jesus Christus das Wort reden;
  • das Heil ausschließlich von der Mitgliedschaft in der eigenen Gemeinschaft abhängig machen und deshalb um Übertritt werben und eine Gemeinschaft der Kirchen darum ablehnen, weil sie auf einer strikten Trennung von anderen christlichen Gemeinschaften bestehen.